Guncam – Mini-Kamera von Dreidee Innovations

Geschossen scharfe Bilder

6. Januar, 2011 - Kategorie: Aktuell, Artikel, Technik
Guncam – Mini-Kamera von Dreidee Innovations

Ein Streifen Tesa – mehr ist nicht nötig, um die Welt von oben betrachten zu können – und natürlich knapp 30,– Euro für eine Guncam von Dreidee Innovations, dem Verkaufsschlager aus den USA. Und möchte man die Kamera nicht werfen, sollte ein möglichst ruhig fliegendes Modell vorhanden sein.


Wie die Hersteller auf den Namen Guncam kamen? Man kann nur spekulieren. Der einzige Bezug zu Waffen (Gun) lässt sich herstellen, wenn man sich den Flug eines Modells als Flugbahn einer Gewehrkugel vorstellt. Doch das hat im RC-Modellbau eigentlich gar nichts zu suchen. So bleibt uns neben einem denkwürdigen Namen eigentlich nur der Spaß, den man mit so einer kleinen und leichten Kamera haben kann.

Minimalismus
Ja, klein und leicht ist bei der Guncam Programm. Das Gerät wiegt lediglich 15 Gramm, misst 50 Millimeter in der Länge und das Beste: Sie filmt mit einer Auflösung von 720 × 480 Bildpunkten bei einer Framerate von 30 Bildern in der Sekunde. Und damit das Mitten-drin-Gefühl noch intensiver erlebt werden kann, besitzt die Kamera zudem ein empfindliches Mikrofon, das Sprache und natürlich auch Wind- und Motorlaufgeräusche aufnimmt. Selbst Fotos sind möglich, diese können dann in einer Auflösung von 1.280 × 1.024 Pixel bestaunt werden. Obwohl, Staunen ist der falsche Begriff, denn die Standbilder wirken immer etwas unscharf. So gilt der Grundsatz: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Sieht man sich die Guncam von oben an, erkennt man oben rechts zwei Knöpfe. Die beiden unten links haben keine Funktion und existieren wohl eher aus optischen Gründen. Auf der Vorderseite in der Mitte befindet sich ein Loch, in dem sich eine Pinhole-Optik versteckt, gleich daneben ein kleineres für das Mikrofon. Auf der linken Seite liegt die Mini-USB-Schnittstelle und der Kartenslot für Micro-SD-Karten mit einer Speichergröße von bis zu 16 Gigabyte. Zum Gesamtpreis von 36,95 Euro liegt bereits eine 2-Gigabyte-Micro-SD-Karte bei. Auch sonst ist der Lieferumfang mit einer zwar kompakten, aber aufschlussreichen deutschen Bedienungsanleitung komplett.

Schnell und einfach
Laden lässt sich die Guncam am PC mittels USB-Anschluss. Blinkt die Kontroll-LED, wird geladen. Ein Dauerleuchten zeigt den Abschluss des Ladevorgangs an. Dabei installiert sich ganz automatisch ein Treiber, mit dessen Hilfe man direkt per Explorer auf die Speicherkarte zugreifen kann. Auch hier zeigt sich ein weiteres Konzept der Guncam: volle Funktion ohne Schnick-Schnack. Allerdings kann man es damit auch übertreiben. Wie sonst soll man den Satz in der Bedienungsanleitung deuten: „Achtung, nach höchstens zwei Stunden die Kamera vom Computer trennen, da der Akku sonst überladen kann.“ Ach ja, die interne Uhrzeit stimmt nicht. Diese kann per 2,5-Megabyte-Patch mit dem PC synchronisiert werden. Hierzu einfach das kleine Programm herunterladen, in­­­stallieren, die Guncam mit dem PC verbinden und fertig.
So schnell kann einfach gehen.

Doch nun zum Wesentlichen: Taugt das kleine Wunder? Kurz gesagt: Und ob! Selbst mit einer 2-Gigabyte-Karte ist etwa eine Dreiviertelstunde Aufnahme möglich.
Der 1s-LiPo mit 270 Milliamperestunden Kapazität hält laut Hersteller bis zu zwei Stunden. Laufzeitprobleme sollten hier also nicht auftreten. Das ließ sich leider nicht nachprüfen, da die Kamera beim Anstecken an den PC sofort wieder geladen wird. Jedoch musste nie eine Session aufgrund eines leeren Akkus abgebrochen werden.

Wie gesagt, die Aufnahmequalität konnte überzeugen. Das Bild ist scharf, schnelle Bewegungen bringen die Guncam – bei guten Lichtverhältnissen – nicht aus der Ruhe und Hell-Dunkel-Wechsel gelingen zügig. Auch besitzt das Bild trotz des Weitwinkels keinen Fisch-Augen-Effekt, also eine Bild­krümmung an den Rändern. Bei all dem Lob sollte man nicht vergessen, dass es sich um eine 30-Euro-Kamera handelt. Die Guncam besitzt keinerlei Bildstabilisierungs-Maßnahmen. Beim Einsatz empfiehlt es sich demnach ein Modell zu wählen, das die nötige Flugruhe mitbringt. Auch schnelle und hektische Manöver kommen später beim Betrachten am Computer nicht rüber und verwirren Zuschauer nur. Trotzdem, der Flug durch die Wohnung mit der Guncam unter dem Koax ist sehr spannend.

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charly am 13. Januar 2011 um 19:32 Uhr

hallo,die cam bekomme ich in der bucht für 9,00 euro .ihr schreibt immer das wir dort nicht kaufen sollen . aber der preisaufschlag ist mir einfach zu hoch .auch wenn es der cina mann ist . die händler kaufen doch auch dort .

charly am 14. Januar 2011 um 16:46 Uhr

hallo,wenn ich diese camera in der bucht für 8,99 euro bekomme frage ich mich warum die händler in unserem land solche preise machen ?sie schreiben in ihrer ersten seite man sollte die finger von den billig produkten lassen . wo kaufen den unsere deutschen händler dies cams ?
ich denke sie werden diesen kommentar sowieso nicht als kommentar aufnehmen ?
mfg.r.kellner

charlys tante am 14. Januar 2011 um 17:33 Uhr

schon mal drüber nachgedacht, dass sich deutsche händler auch an deutsche bzw. eu gesetze halten müssen (ce-kennzeichnung, elektroschrottverordnung, zoll, steuern etc.) die chinesen machen was sie wollen und die leute hier findens geil. ziemlich kurzsichtig. ach was sag ich. dumm ist das. deutschland schafft sich ab, weil das schöne euro-geld bald in china lebt.

Hannes Mahler am 14. Januar 2011 um 18:09 Uhr

Hallo,
das erinnert ein wenig an den Graupner-Thread aus dem vergangenen Monat. Scheinbar fällt es einigen Zeitgenossen leichter, sich über das Engagement anderer aufzuregen, statt über das eigene Wort nachzudenken. Ich habe die GunCam und kann nichts Negatives über sie berichten. Im Preis inbegriffen ist der Service, wenn die GunCam in der Garantiezeit kaput gehen sollte. Und eine gute deutschsprachige Anleitung. Ich weiß, was es kostet, eine chinesisch-sprachige Anleitung übersetzen zu lassen. Das alles sind Kostenfaktoren, wie es charlys tante schon andeutete, die nicht unerheblich sind. Und, das kommt für mich erschwerend hinzu, ich sehe absolut kein Problem darin, wenn jemand an seinem vertriebenen Produkt auch etwas verdient. Der Kunde kann entscheiden, ob ihm der Mehrwert den geschaffenen Wert mehr wert ist.
Hannes Mahler

ThomasT am 16. Januar 2011 um 20:48 Uhr

@Hannes Mahler:
was kostet es wohl, eine einseitige Anleitung für eine Kamera mit 2 Tasten zu übersetzen? Die Anleitung des Herstellers liegt auch längst in Englisch vor, und das bisschen sollte jeder noch mit seinem Schulenglisch übersetzt bekommen..

Fraglich finde ich das der Aviator dem Ding soviel Platz einräumt. Irgendwie ist mir dafür mein Geld zu schade, so was zu lesen.

Gibt’s übrigens schon für 6€ http://www.sparbote.de/suche/808-keychain-cam/

Die ultimative Infoseite: http://www.chucklohr.com/808/

Hannes Mahler am 17. Januar 2011 um 14:03 Uhr

Hallo,
lassen wir die Summe für eine Übersetzung doch mal außen vor. Entscheidender ist doch der Service im Garantiefall. Bei Waren aus der chinesischen Bucht lässt sich kaum auf Garantie pochen. An meiner Meinung ändert das nichts.
Hannes Mahler

Pittsfx am 17. Januar 2011 um 20:23 Uhr

Oh mei…die guncam ist die besser von den keycams. Hab es selber ausprobiert!!!
Andere Keycams kosten deutlich mehr. Was will man eigentlich für €29,90 noch???
Wirst sehen was die Billigheimer können…..Was die guncam kann ist einfach toll, habe viel Spaß damit!

charly am 18. Januar 2011 um 23:43 Uhr

hallo,was meint ihr den wo die deutschen händler kaufen ? eine übersetzung ist wirklich nicht 20 euro wert .und wenn die garantie anfällt holt der einfach eine aus seiner kiste .bei dem preis ist dann immer noch genug über . was er nun an zoll bezahlt weiß ich nicht .aber ich denke trotzdem das der preis überteuert ist .
gruß charly.

Nico am 3. Oktober 2011 um 22:48 Uhr

Hab mit dem Ding schon 3,4 Filme gemacht. Ich kann das Ding nicht empfehlen. Irgendwie scheint es so, dass die Filme in einem uralten fast nicht komprimiertem format aufgenommen werden. Umkodieren bringt dann auch nicht die lösung stockende Bilder, tonspur völlig daneben etc. (mit handbrake, der wirklich alles kann).

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